Beschreibung
Die Ausstellung „Präzision des Zufalls – Architekturautomaten“ zeigt ab 1. März ein am Lehrstuhl für CAAD der ETH Zürich in Kooperation mit KCAP Rotterdam entwickeltes Projekt der Forschungsgruppe KAISERSROT, das automatisch städtebauliche Strukturen generieren kann. Die Entwurfsvarianten unterstützen den Planungsprozess von Gemeinden, Entwicklern, Bauherren und Architekten. In konkreter Anwendung dieses Entwurfswerkzeug haben die Zürcher SLIK Architekten erstmals einen automatisch erstellten Wettbewerbsbeitrag eingereicht („Der blinde Architekt“).
Titel: Die Präzision des Zufalls -- Architekturautomaten
Nummer: 16/10
Status: Diese Veranstaltung kann nicht online gebucht werden.
Beginn: Montag, den 01. März 2010 um 14:00 Uhr
Ende: Freitag, den 16. Juli 2010 um 17:00 Uhr
Ort: newtechClub

Ausstellung im newtechClub, Schlieren-Zürich

Die Präzision des Zufalls – Architekturautomaten

 

Zürich, 1. März 2010 – Die Ausstellung „Die Präzision des Zufalls – Architekturautomaten“ zeigt ein an der Professur CAAD der ETH Zürich entwickeltes Projekt der Forschungsgruppe KAISERSROT, das automatisch städtebauliche Strukturen generieren kann. In konkreter Anwendung dieser Software haben die Zürcher SLIK Architekten erstmals einen automatischen Wettbewerbsbeitrag eingereicht.

Was mit einer Studie begann, ist heute eine praxisorientierte Entwurfstechnologie. Die aus einer Kooperation zwischen der Professur für CAAD und dem Rotterdamer Architekturbüro KCAP entstandene Software „KAISERSROT“ unterstützt den Planungsprozess überall dort, wo Grundstücks- oder Gebäudeflächen anhand von verschiedenen Parametern aufgeteilt werden müssen. Um die erforderliche Dichte, die angemessenen Parzellengrössen und Erschliessungsflächen als auch die Wünsche und Zielvorgaben der Beteiligten zu erreichen, nutzen die Entwickler eine als «statistisches Design» genannte Methode, die Formen, Lage und Proportionen der Neubauten berücksichtigt und visuell darstellt.

Mehrstufige Optimierungen: Am Anfang wird eine zufällige Lösung generiert. Deren Tauglichkeit wird bewertet, eine weitere wird «gewürfelt». Ist diese besser, gilt sie als Referenz für die folgenden Varianten. Mittels der interaktiven Trial-and-Error-Methode können die für den Computer leichten Aufgaben über Tausende von Durchgängen berechnet werden, sodass eine gute Lösung entsteht.

Bei dieser neuartigen Planungsmethode entstehen keine endgültigen Ergebnisse, vielmehr entwickelt sich ein flüssiger Planungsprozess, der ein visuelles Feedback und damit auch Entscheidungsgrundlagen liefert. Im Gegensatz zur vergleichsweise langsamen Methode der manuellen Variantenerzeugung im architektonischen Entwurf führt der computergestützte Vorgang zu einer neuen Dynamik in der Planung. Die Ausstellung zeigt verschiedene Anwendungen. So hat KASERSROT den Stadtigel für die Architekturbiennale Rotterdam gefertigt.

SLIK Architekten aus Zürich haben den Architektur-Automaten in Kooperation mit der Forschungsgruppe KAISERSROT erstmals für einen Wettbewerbsbeitrag verwendet. Von einer Zufallslösung ausgehend wurde in Varianten, bei der die Architekten zwar die Qualität, nicht aber Form kontrollieren, die beste Lösung gefunden. Die Jury konnte den Beitrag nicht von den Entwürfen echter Architekten unterscheiden. Die Autoren sehen ein grosses Potential in der Weiterentwicklung dieser Software und hinterfragen die Autorschaft.

Eine Veranstaltung zum Thema Entwurf und Autorschaft ist in Vorbereitung.

Weiterführende links:www.caad.arch.ethz.ch, www.kaisersrot.com, www.slik.ch.

Konzept/Realisierung: Markus Braach, Benjamin Dillenburger, Steffen Lemmerzahl

Redaktion/Kommunikation: Martin Jann, Tel. 079 653 70 11; Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


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